Tischtennis Kreisverband Holzminden e.V.

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Meisterschaftsjubel unter der Homburg

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RV Kehrwieder Dinklar – TV87 Stadtoldendorf

Furios starteten Kacerauskas und Schway in ihr Doppel gegen die Kombination Frickes/Schleinitz aus Dinklar, die bis zu diesem Zeitpunkt eine 18:0 Doppelbilanz aufwiesen. Nach dem ersten Satzgewinn bogen die Stadtoldendorfer die nächsten 2 Sätze jeweils in der Verlängerung um. Am Nachbartisch setzten sich Skulski und Lohmann in 5 hart umkämpften Sätzen gegen Hartz/Brandes durch. Nach einem 2:6 Rückstand im fünften Satz gaben die Homburgstädter keinen Ball mehr ab und siegten mit 11:6. Scholze und Spendrin konnten leider ihre 2:1 Satzführung gegen Brinkmann und Hölscher nicht druchbringen, sodass Dinklar, den ersten Punktgewinn verzeichnen konnte. Tim Fricke, der bisher in der Rückrunde noch kein Spiel verloren hat, spielte gegen Kacerauskas mit enormen Selbstvertrauen und traumhafter Sicherheit auf. Dem litauischen Spieler gelang kein Satzgewinn gegen den Einser der Gäste! Der Stadtoldendorfer Spitzenspieler Skulski setzte sich gewohnt souverän gegen Matthias Schleinitz obwohl seine Vorhand nicht so sicher wie üblich kam. Beim Stand von 2:1 Sätzen für den Stadtoldendorfer Schway und Matchball gegen Marius Brinkmann, sah alles nach einem Sieg aus. Brinkmann wehrte jedoch den Matchball ab und steigerte sich von Ball zu Ball. Nachdem Brinkmann aus einer aussichtslosen Position einen Ball ums Netz spielte, der nicht mehr Absprang, musste Schway dem nun fehlerfrei agierenden Brinkmann zum 5-Satzsieg gratulieren. Manuel Scholze hingegen bewies extreme Nervenstärke bei einem 0:2 Rückstand gegen den Abwehrspieler Hartz kämpfte er sich in den 5. Satz und schaffte es auch die Konzentration in der Verlängerung beizubehalten - er punktete zum 4:3. Mannschaftskapitän Spendrin, der bisher Fortuna nicht auf seiner Seite hatte, besann sich in seinem Spiel gegen Hölscher auf das, was er am besten kann, um jeden Ball kämpfen! Nach 1:2 Satzrückstand punktete Spendrin in den wichtigen Phasen des Spiels und brachte sein Team mit 5:3 nach vorne. Dominik Lohmann verpasste gegen Brandes die Möglichkeit seine Mannschaft weiter nach vorne zu bringen. Zweimal gelang es ihm die entscheidenden Punkte im Satz zu machen; jedoch im 5. Satz war Brandes der glücklichere. Das Spiel zwischen Tim Fricke, der sich, wie sich im Nachhinein herausstellte akribisch auf das Spiel gegen Peter Skulski vorbereitet hatte, war an Dramatik und Spielniveau kaum zu überbieten. Fricke legte los wie die Feuerwehr und gewann die ersten beiden Sätze im Eiltempo - ein 0:2 Rückstand nicht nur für Peter, sondern alle anderen Beobachter ein absolutes Novum und dann noch Matchball für Fricke im 3. Satz. Doch Peter Skulski zeigte seine Abgeklärtheit, indem er in der entscheidenden Phase einen langen Rollaufschlag in Frickes Vorhand brachte. Mit dieser Taktik gewann Peter sowohl den 3. als auch 4. Satz. Im 5. Satz drehte sich die Partie, Peter ging mit 8:2 in Führung und war sicher auf der Siegesstraße bis Fricke sich mit mutigen Bällen und dem nötigen Glück wieder herankämpfte und tatsächlich auch beim Stand von 10:8 für sich den Matchpunkte machte. Audrius Kacerauskas wirkte während seines Spiels gegen Schleinitz stets wie der sichere Sieger doch Schleinitz spielte immer mehr Bälle aus der Halbdistanz auf den Tisch und provozierte immer mehr Fehler des Litauers; so auch bei 15:16 im 5. Satz. Dies war das 3. Spiel in Folge, das im 5. Satz verloren wurde mit Matchbällen auf Seite der Stadtoldendorfer. Gegen Abwehrspieler Hartz setzte sich Schway in 5 Sätzen erfolgreich durch und glich aus auf einen 6:6 Zwischenstand. Die Dramatik hielt weiter an. Wieder lag Scholze mit 0:2 zurück diesmal gegen Brinkmann. Er veränderte wieder sein Spiel und drehte auch diese Partie bis zum 5. Satz und einem Stand von 10:8 bei Aufschlag Brinkmann. Hätte Scholze die folgende Rückhand getroffen, wäre dies der vorzeitige Aufstieg gewesen in der Endabrechnung aber Brinkmann nutzte seine Chance und blieb siegreich an diesem Tag. Anschließend gewann Dominik Lohmann gegen Julian Hölscher erwartungsgemäß in 4 Sätzen und Alexander Spendrin verlor unglücklich gegen Christian Brandes. Nur ein Unentscheiden war nun noch möglich, welches dem Team der Homburgstadt nicht zum vorzeitigen Aufstieg gereichen würde. Das Schlussdoppel ging in 3 Sätzen an die Stadtoldendorfer, sodass das Unentschieden besiegelt wurde. „Alles in allem war dieses Spiel das vom Niveau höchste der Saison, dieses Spiel hat keinen Sieger und Verlierer verdient, auch wenn es nichts Besseres gegeben hätte als in solche einer Atmosphäre Meister zu werden“, gab Teammanager Domeyer an. Dennoch war es ein Spiel der vergebenen Chancen, in dem nach 5 Stunden Spielzeit fünf der sechs Akteure ihre Matchbälle nicht genutzt haben.

Doppel 3:1, Skulski 1:1, Kacerauskas 0:2, Scholze 1:1, Schway 1:1, Lohmann 1:1, Spendrin 1:1

 

TSV Fuhlen -  TV87 Stadtoldendorf

Ein guter Start auf dem Weg in die Meisterschaft, das sollte die oberste Premisse sein in dieses Spiel zu gehen und so war es auch. Kacerauskas/Schway zogen dem Spitzendoppel der Gäste gleich den Zahn und Skulski/Lohmann legten direkt nach. Einen etwas härteren Kampf hatten Scholze/Spendrin gegen ihre Gegner Radtke und Albrecht. Nach 1:2 Satzrückstand fand die Stadtoldendorfer Paarung aber zu ihrer Sicherheit zurück und siegten in den nächsten beiden Sätzen. Kacerauskas, der vom Vortag noch etwas gutzumachen hatte, baute die 3:0 Doppelführung in seinem Einzel gegen Niklas Wellmann auf 4:0 aus. Gegen den stark agierenden Petersen musste Skulski über die volle Distanz von 5 Sätzen gehen um als Sieger den Tisch zu verlassen.

Nach dieser komfortablen 5:0 Punkteführung mussten die Stadtoldendorfer 3 Gegenpunkte hinnehmen. Sowohl Schway, Scholze und Spendrin unterlagen ihren Gegenübern. Dominik Lohmann war es, der den Bann brach und sicher in 3 Sätzen gegen Albrecht sein Team wieder auf die Siegerstraße brachte. Skulski gewann in 4 Sätzen gegen Wellmann und sicherte damit rechnerisch den Stadtoldendorfern die Meisterschaft! Die folgenden Einzel konnten also druckfrei bestritten werden. Dennoch war die Maßgabe der Homburgstädter die Meisterschaft mit einem Sieg zu feiern. Kacerauskas machte seine Leistung vom Vortag wett, indem er auch gegen den Spitzenspieler der Gäste in 4 Sätzen siegreich blieb. Zu gerne hätte Schway gegen seinen alten Teamkameraden Teigeler den Sieg perfekt gemacht aber an diesem Tag sollte es ihm nicht vergönnt sein. Er kämpfte zwar nach Kräfte unterlag aber einem taktisch gut eingestellten Teigeler in 5 Sätzen. Dafür spielte Scholze beherzt auf und gewann gerade die wichtigen Ballwechsel des Spiels gegen Schüler. Beim Stand von 12:11 im 4. Satz lochte Scholze zum umjubelten Matchpunkt und damit verbundenem Aufstieg in die Oberliga ein. Das Saisonziel ist erreicht!

Doppel 3:0, Skulski 2:0, Kacerauskas 2:0, Schway 0:2, Scholze 1:1, Lohmann 1:0, Spendrin 0:1

 

Spieler in der Einzelkritik:

Skulski:

Hat sein erstes Spiel verloren gegen Tim Fricke. Damit ist er nach 63 Spielen das erste Mal geschlagen worden….einfach eine Wahnsinns-Bilanz.

Kacerauskas:

Spielte gegen Fuhlen eine Ecke besser und glich damit seine Bilanz vom Vortag gegen Dinklar wieder aus.

Schway:

Lies zu viele Chancen im Einzel aus und konnte seinem Team nur in größerem Maß über das Doppel helfen.

Scholze:

Konnte seine makellose Bilanz leider nicht halten aber ist immer noch ein Garant für Punkte gewesen; besiegelte die Meisterschaft in Fuhlen.

Lohmann:

Punktet jetzt wieder regelmäßiger und findet zu seinem Niveau zurück. Wenn es wichtig wird, ist Shorty zur Stelle.

Spendrin:

Hätte nur zu gerne schon gegen Dinklar den Aufstieg perfekt gemacht. Trotz einer persönlich nicht so gelungenen Serie ist er wichtiger Bestandteil der Mannschaft und Ausgleichender Pol.

 

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